Nachteile von Linux Mint



Linux hat gegenüber Windows-Systemen gewisse Nachteile, die teilweise in direktem Zusammenhang mit den Linux-Vorteilen stehen.

1) Geringe Verbreitung

Viele Hersteller von Soft- und Hardware erachten Linux nicht als relevanten Zielmarkt. Das hat zur Folge, dass einige Programme und Geräte nur zusammen mit einer Windows-Maschine laufen. Ein aktuelles Beispiel sind Blu-ray Filme, deren Wiedergabe an Lizenzbestimmungen gebunden sind. Bis heute existiert für Linux-Systeme keine (Kauf-)Software, mit deren Hilfe sich Filme legal auf Linux-Systemen wiedergeben ließen.

2) Fehlende Treiber

Ähnlich verhält es sich mit bestimmter Hardware. Bietet der Hersteller keinen eigenen (proprietären) Linux-Treiber an oder verweigert er die Offenlegung von Spezifikationen für Hobby-Programmierer, ist das betreffende Gerät meist nur mit Einschränkungen oder auch gar nicht unter Linux nutzbar.

3) Wenn der Photoshop fehlt

Viele Anwender sind zudem an ihrem Arbeitsplatz auf Windows-Software angewiesen. Zwar bemühen sich Linux-Entwickler um ausreichende Schnittstellen zu den wichtigsten Windows-Programmen wie beispielsweise Microsoft Office. Wer aber auf den Einsatz bestimmter Windows-Programme, etwa einer aktuelle Adobe Photoshop Version oder gar die eigens für das Unternehmen entwickelte Windows-Software, nicht verzichten kann, wird langfristig kaum um den Windows-Einsatz herum kommen.

4) Keine Direct-X-Spiele

Ein weiteres viel zitiertes Argument gegen Linux betrifft Videospiele. Wer auf die neusten DirectX-Kracher nicht verzichten will, wird mit Linux allein nicht glücklich werden. Zwar hat Linux auch Spielern dank OpenGL einiges zu bieten, aber als reine Gaming-Maschine kommt Linux dennoch nur eingeschränkt in Frage.



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