Meine Kultur

Ugur T.

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Türkei

Die Republik Türkei wurde am 29. Oktober 1923 von Mustafa Kemal Pascha in Ankara gegründet. Das osmanische Reich war damals zusammengebrochen, nach dem ersten Weltkrieg. Die lange Geschichte der Türken begann schon im 3. Jh. V. Chr. in Mittelasien. Dies, die eigentliche Heimat der Türken, war ein sehr großes Land. Es gab ständige Auseinandersetzungen und Kriege mit China, was auch ein Auslöser für den Bau der chinesischen Mauer war. Schließlich mussten die Türken immer weiter nach Westen ziehen, auch klimatische Bedingungen waren eine weitere Ursache. Mansche Gruppen ließen sich an geeigneten Plätzen nieder und sorgten dafür, dass Länder wie z.B. Aserbaidschan oder Turkmenistan entstanden sind, die bekanntlich nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion gegründet wurden. In Anatolien etwa, was auch Teil der heutigen Türkei ist, waren Seldschuken und Osmanen ansässig. Es entstand eines der größten Reiche der Weltgeschichte, das Osmanische Reich, die Türkei ist offizieller Nachfolger dieses Reiches. Die Osmanen hatten ein Gebiet unter ihrer Regierung, das seine Grenzen von Mitteleuropa, über die Küste Nordafrikas, einschließlich Ägyptens und Israels bis nach Mittelasien hatte. Die Seidenstraße war damals einer der wichtigsten Handelsstraßen und war die Brücke zwischen Asien und Europa, was komplett unter der Kontrolle des osmanischen Reiches war. Durch Wegzoll und Transitabgaben wurde somit das osmanische Reich durch diesen Weg beteiligt, was aber später seine Rolle verlor weil immer mehr mit den Schiffen transportiert wurde. Im osmanischen Reich lebten zwar, durch die interkontinentale politische Lage mehrere Kulturen und Religionen zusammen. Es gab zwar Gesetze und Verwaltungsregelungen die religiös geprägt waren aber diese führten nur marginal zu Unrecht. So etwas wie „Demokratie“ und „Meinungsfreiheit“ könnte man außerdem zu dieser Zeit auf der Welt nicht erwarten. Millet Anteil Muslime 75% Griechen 14% Armenier 5% Bulgarien 3% Juden 1% Andere 2% Gesamt 100% Wegen der kulturellen und demografischen Vergangenheit der Türkei (Seidenstraße, Osmanisches Emporium und auch die geografische Lage (brücke zwischen Europa und Türkei, Balkan, Nah Osten, Schwarzes Meer usw.) gibt es auch viele Verschiedene Kulturen und Religionen und Gene in der Türkei. Schließlich kam das Osmanische Reich aus verschiedenen Gründen zum Ende, da es mit Deutschland zusammen den ersten Weltkrieg verlor. Das Land sollte von Briten und Franzosen geteilt werden. Ein Mann namens Mustafa Kemal aus Thessaloniki (heute Griechenland), genannt auch Atatürk (Vater Türke), kam in die Geschichte. Der Offizier Atatürk führte einen Befreiungskampf um das Land zu retten. Er gründete am 29. Oktober 1923 die Republik Türkei. Atatürk befreite das Land nicht, sondern führte auch eine große Revolution ein. Staat und Religion wurden wie in Frankreich (Laizismus) voneinander getrennt. Das arabische Alphabet wurde durch die lateinische ersetzt. Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau fanden ihren Anfang. Das Schweizer Zivilrecht wurde übernommen. In der nahen Vergangenheit gab es trotzdem vor allem in den 80’er Jahren Putschangriffe seitens der Armee an die Regierungen. Es gibt in der Türkei immer sehr viele Verschiedene Meinungen und Willen. Einen Mittelstand gibt es erst nur seit Kurzem. Das Land, was so viele Kulturen und Religionen und so viel Geschichte in sich hat, wurde öfters Manipuliert, sodass die Wirtschaft nie so richtig den Aufschwung nach dem Osmanischen Reich gefunden hat. Heute leben die Menschen in den Großstädten wie Istanbul, Ankara und Izmir. Das Land hat in der jungen Vergangenheit eine stabilere Wirtschaftslage erreicht wie früher, ist weniger Anfälliger gegen Konjunkturschwankungen und hat eine verbesserte Kreditwürdigkeit. Auch die Infrastruktur hat sich deutlich verbessert. Es gibt bessere soziale Konditionen, eine bessere Bildung und ein verbessertes Gesundheitssystem. Istanbul ist eine Megametropole und sorgt für den Aufschwung des Landes, vor allem ist es als Finanzstadt und Touristenstadt eine wichtige Stadt. Die Menschen in der Türkei sind sehr gastfreundlich und lieben es zu essen. Deswegen ist auch die türkische Küche sehr empfehlenswert. Die Küche in einem türkischen Haus ist zum Beispiel der größte Raum von der Fläche her. Es ist für die Menschen sehr wichtig, dass sich ein Fremder besser fühlt als der Gastgeber, dies ist quasi die Pflicht eines Gastgebers in der Türkei. Es gibt auch negative Dinge in meinem Land. Das Grundgesetz muss modernisiert werden, damit es zu mehr Meinungsfreiheit zu weniger Auseinandersetzungen zwischen den verschiedenen Ethnien und Religionen usw. gibt und damit eine „wirkliche“ Demokratie stattfinden. Der Krieg mit der PKK muss gestoppt werden ohne dass die kurdische Bevölkerung ihre Rechte verliert und ohne dass die Grenzen der Türkei verändert werden. Die Konflikte müssen durch Diplomatie und Kooperation gelöst werden. Auch die EU-Normen müssen eingeführt werden, zwar ist ein Beitritt durch die jetzige Regierung gestrebt, aber laut einigen Aussagen „braucht die Türkei die EU nicht mehr, die EU braucht die Türkei.“ Trotzdem müssen die Reformen weiterlaufen. Letztendlich sind die Menschen zum größten Teil glücklich darüber in der Türkei zu leben und ich würde es auch sein. Da ich aber schon sehr lange in Deutschland bin, fühle ich mir hier zu Hause. Sehenswürdigkeiten Ephesus Ephesos, eine der bedeutendsten und entwickeltesten Städte der antiken Zeit, befindet sich in der Region der Tempel der Artemis (Artemision), eines der Sieben Weltwunder, der aus der Göttermutter, Kybele Tradition stammt. Die Stadt Ephesus, deren Begründung bis 6000 vor Christus zurückzuführen ist, ist eine der 12 Ionen Städten. Die Stadt Ephesus mit zahlreichen Werken ist sehr beeindruckend und ihre Natur ist gut erhalten. Danach wurde die Stadt mit dem Aufenthalt der Mutter Maria an ihrem Lebensabend zu einem wichtigen Zentrum für das Christentum. Die Region, in der sich auch die St. Jean Kirche befindet, empfängt ihre Besucher mit einer wunderbaren Natur. Die Selimiye Moschee in Edirne Die Selimiye Moschee wurde in 2011 durch UNESCO in die Weltkulturerben-Liste aufgenommen. Sie befindet sich in Edirne, in der ehemaligen Hauptstadt des Osmanischen Reiches vor Istanbul. Die Moschee wurde im 16. Jahrhundert für Sultan Selim den zweiten gebaut. Sie ist mit ihrer faszinierenden technischen Eigenschaft eines der bedeutendsten Werke vom Architekten Mimar Sinan. Die Neve Schalom Synagoge Die Neve Schalom Synagoge mit der Bedeutung als “Friedensoase” wurde in 1951 mit einer großen Zeremonie eröffnet. Die Synagoge mit ihrem großen Gewölbe, das einen riesigen Kronenleuchter trägt, und der prachtvollen Architektur, befindet sich im Stadtviertel Karaköy in Istanbul. Kappadokien Kappadokien, das sich in der Liste von Weltkulturerben der UNESCO befindet, liegt in der Nähe von Nevşehir und entstand vor 60 Millionen Jahren mit der ausgebrochenen Lava der Vulkane in der Umgebung. Die erste Besiedlung in Kappadokien ist bis zum Pleistozän zurückzuführen und wurde während der römischen Periode das Zentrum des Christentums. Die Häuser und Kirchen, die in die Felsen ausgehöhlt wurden, waren für die von den Römern fliehenden Christen ein riesiges Versteck, wurden zu Erziehungs- und Denkzentren. Heutzutage können Sie die einmaligen Werke der Natur mit Luftballonfahrten bei Sonnenaufgang entdecken und Zeuge der Verkörperung der Geschichte mit der Ästhetik sein. Arche Noah Die Arche Noah, die sich am höchsten Punkt von Anatolien auf dem Berg Ararat als ein natürliches Denkmal befindet, wird als der Gipfel bewertet, wo die Arche während der Sintflut strandete. Die Region mit ihrer legendären Eigenschaft ist ein Interessengebiet für viele Besucher. Die Erzählung Arche Noah wird im Alten Testament (Thora) und in der Bibel erwähnt. Die Sintflut habe nach einem 40 Tage langen Regen mit Steigen des Wassers 150 Tage lang gedauert. Die Erde sei erst nach einem Jahr zu sehen gewesen. Akdamar Die Insel Akdamar im Van See ist mit der Kirche und Kathedrale zum Heiligen Kreuz ein wichtiges Zentrum für das Christentum. Die Akdamar Kirche wurde als Kirchen- und Palastanlage von dem Architekten Manuel, der gleichzeitig ein Mönch war, gebaut. Die Kirche wurde dem Heiligen Kreuz gewidmet und hat den Plan eines Kreuzes. Ein Merkmal der Akdamar Kirche ist, dass sich die bei dem Bau der Kirche verwendeten Steine nach Jahreszeit und Licht ändern. Die Wände der Kirche sind reich mit Reliefs verziert, die biblische Geschichten darstellen und befinden sich an allen vier Fronten. Die Insel Akdamar und ihre Kirche wurden auch Thema einer Sage von zwei Geliebten. r? Es gibt faszinierende Gebirge, riesige Wälder, im Norden grenzt das Land an das Kaspische Meer (größter See der Welt) und im Süden an den Persischen Golf.

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